Muting (Dämpfen)
Einen nicht zu unterschätzenden Bestandteil eines Gitarrenspiels macht das Dämpfen von Saiten aus. Zum einen wird dadurch unerwünschtes Klingen von akkordfremden Tönen, zum anderen das Mitschwingen von nicht bespielten Saiten verhindert. Außerdem kann Akkorden durch Dämpfen von bestimmten Saiten eine besondere Färbung gegeben und die Schwingungsdauer beeinflusst werden.
Ihr habt es sicher schon befürchtet: Es gibt einige Techniken aber kein Patentrezept. Spielt einfach viel und Ihr werdet einen ganz persönlichen Stil entwickeln. Als kleine Hilfestellung möchte ich Euch die von mir verwendeteten Techniken vorstellen.
Dämpfen mit der Spielhand
Palm-Muting: Der Handballen ruht nahe dem Steg auf den zu dämpfenden Saiten. Nicht gespielte Saiten klingen dadurch garnicht, gespielte Saiten haben einen kurzen, perkussiven Klang. Sieht einfach aus, ist es aber nicht - darum: Üben.Dämpfen mit der Greifhand
Durch Lockern des Griffes werden die Saiten gedämpft. Dabei ist darauf zu achten, dass die zu dämpfenden Saiten zwar von den Fingern berührt werden, aber nicht bis zum Bund gedrückt werden.
Sollen die Basssaiten gedämpft werden, bietet sich der Daumen dafür an. Umgreife dazu den Hals so stark, bis Du den Daumen auf die E-Saiten legen kannst. Willst Du zusätzlich die A-Saite stilllegen, umgreifst Du den Hals ensprechend stärker
Bei einem Griff der A-Dur Form empfinde ich die hier abgebildete Variante recht wirtschaftlich. Der kleine Finger drückt die D,g und h Saite ab, der Rest wird einfaches Auflegen der anderen Finger gedämpft
Andere Techniken wie z.B. das Oktav-Spiel erfordern wiederum eine andere Technik, da zwei klingende Saiten von unerwünschten regelrecht umzingelt ist. Hier dämpfe ich die E-Saite mit der Spitze des Zeigefingers, der gleichzeitig die A-Saite drückt. Die drei Diskantsaiten werden ebenfalls durch den Zeigefinger gedämpft.Und weil immer alles viel klarer ist, wenn man es sieht und hört, gibt es auch was zum Sehen und Hören.